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Termin: Vortrag ‚Challenging paradigms: Baltic perspectives on dominant narratives of WWII in Europe‘, online 22.6.2021

Eingereicht am: 28.05.2021
Eingereicht von: Kerstin Bischl / Kerstin.Bischl@uni-goettingen.de

Vor achtzig Jahren, im Juni 1941, wurden die damaligen sozialistischen Sowjetrepubliken Estland, Lettland und Litauen von der Wehrmacht überfallen; vor dreißig Jahren, im August 1991, wurden die drei Länder wieder auf die europäische Landkarte der unabhängigen Staaten gesetzt. Die fünfzig Jahre, die zwischen diesen beiden Daten lagen, sind seither Gegenstand heftiger Debatten. Die spezifische baltische Perspektive auf den Zweiten Weltkrieg und die Nachkriegsjahre stellt eine Herausforderung für viele scheinbar unumstößliche historische Wahrheiten dar, die sowohl in der postsowjetischen russischen Welt als auch im sogenannten Westen geteilt werden. Der Vortrag wird sich auf zwei dieser „Wahrheiten“ konzentrieren und auf die verschiedenen Arten und Weisen, in denen sie durch das soziale Gedächtnis und die Geschichtsschreibung sowie durch die baltische Gesetzgebung und Rechtsprechung in Frage gestellt wurden.

 

mit: Eva-Clarita Pettai (Imre Kertész Kolleg Jena)

 

Weitere Informationen und ein Anmeldelink finden sich unter: https://www.uni-goettingen.de/de/643380.html

 

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe: Von „Erinnerungskriegen“ und gemeinsamem Gedenken: Diskussionsreihe zum 80. Jahrestag des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion.

 

Weiter Veranstaltungen der Reihe:

2. Juni 2021, 18 Uhr | Podiumsdiskussion mit deutsch-russischer Simultanübersetzung

Den Zweiten Weltkrieg erforschen:
Die Geschichtswissenschaft(en) in Belarus, Russland und Deutschland im Spannungsfeld von Politik und Gesellschaft

mit: Alesia Korsak (Staatliche Universität Polatsk), Oleg Budnitskii (HSE Moskau) und Anke Hilbrenner (Universität Göttingen)

 

Podiumsdiskussion am Mittwoch, 16. Juni um 18.00 mit deutsch-russischer Simultanübersetzung:

Den Zweiten Weltkrieg erinnern: Zivilgesellschaftliche Perspektiven aus Belarus, Russland und Deutschland

mit: Aliaksandr Dalhouski (Geschichtswerkstatt „Leonid Lewin“, Minsk), Irina Scherbakowa (Memorial Moskau) und
Jörg Morré (Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst)

 

Die Veranstaltungsreihe ist Teil des trilateralen Sommerworkshops „E pluribus unum? Possibilities and Limits of a Shared (Eastern) European Collective Memory of the Second World War“, den die Professur für Neuere Geschichte Osteuropas an der Universität Göttingen zusammen mit der Higher School of Economics St. Petersburg, der Staatlichen Universität Polatsk, der Staatlichen Linuistischen Universität Minsk sowie der Stiftung Adam von Trott, Imshausen e.V. und der Belarusisch-Deutschen Geschichtskommission durchführt – gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Details

Zeit:
22.06.2021 @ 18:00 - 20:00
Website:
https://www.uni-goettingen.de/de/643380.html

Veranstaltungsort

Zoom

Veranstalter

Professur für Neuere Geschichte Osteuropas Göttingen
Veröffentlicht am:
Rubrik: Kalender
Tagesredaktion: Katharina Meyer